Die Märchen des Relotius

DerSpargelDer 19.12.2018 war für die Chefredaktion des Nachrichtensmagazins “Der Spiegel” ein dunkler Tag. Man musste die Hosen runterlassen und zugeben, dass ein Journalist des Magazins, Herr Claas-Hendrik Relotius, welcher ob seiner Reportagen in der Vergangenheit mit hohen Auszeichnungen dekoriert worden war, eher als würdiger Nachfolger der Gebrüder Grimm gelten sollte, als als ehrwürdiges Mitglied der Gilde der Journalisten. Was unterschwellig bereits dem allgemeinen Nimbus des Mainstream anhaftete und bereits von Teilen des Volkes mehrfach auf Demos mit der Bezeichnung “Lügenpresse” artikuliert wurde, bekommt nun – leider – eine Bestätigung. Ich konnte es mir diesbezüglich nicht verkneifen und habe “In Satira Veritas” dem Spiegel ähm Spargel ein passendes Titelbild verpasst. Danke an Larisa Koshkino für das wunderschöne Märchenmotiv, das bei Pixabay.com eingestellt ist.
Nachtrag vom 24.12.2018:
Nach einem Bericht in der Welt hat der “Spiegel” einen ersten Bericht aus der Feder von Claas-Hendrik Relotius “aus dem Netz genommen”. Dort wo man eigentlich den Text des Berichts “In einer kleinen Stadt” aufrufen können müsste, steht nun:
“Hinweis: An dieser Stelle stand der Text „In einer kleinen Stadt“ von Claas Relotius über die US-Kleinstadt Fergus Falls. Der Text hat sich als Fälschung herausgestellt. Der SPIEGEL hat sich nach eingehender Prüfung und auf Bitten der falsch dargestellten und falsch zitierten Protagonisten dazu entschlossen, den Artikel zu sperren. …”
Nun, das finde ich sehr schade, da unsere junge Generation Z neuer Märchen bedarf, da die alten der Gebrüder Grimm, Andersens usw. etwas eingestaubt sind. Da das Internet nichts vergisst und es die Wayback-Machine gibt, bleibt uns dieser Märchen-Bericht als neues fundamentales Kulturgut erhalten und ihr könnt das Märchen “In einer kleinen Stadt” von Relotius hier lesen. Es ist eine kurzweilige Geschichte und macht Lust auf mehr … 

Rechtlicher Hinweis:
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